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Großstädte in Deutschland - Fürth

Die Stadt Fürth (Bayern) ist eine kreisfreie Stadt in Mittelfranken etwa 7 km westlich von Nürnberg. Gegenwärtig hat Fürth ca. 112.000 Einwohner (Stand: Juli 2003) und ist damit nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie die siebtgrößte Stadt Bayerns.

Fürth bildet mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen "Großraums" (Ballungsgebiet) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern darstellt.Da Fürth schon immer sehr liberal war und auch (vor allem den aus Nürnberg vertriebenen) Juden Zuflucht gab, galt Fürth lange Zeit als "Fränkisches Jerusalem".

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Fürth (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Erlangen und Nürnberg (beide kreisfrei), Oberasbach, Zirndorf, Cadolzburg, Seukendorf, Veitsbronn und Obermichelbach (alle Landkreis Fürth)

Geographie

Der historische Kern der Stadt befindet sich östlich und südlich der Flüsse Rednitz und Pegnitz, die gleich nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammenfließen. Westlich der Stadt, jenseits von Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, steigt der Fürther Stadtwald an. Östlich der Stadt liegt in etwa gleicher Höhe die Stadt Nürnberg. Nördlich dehnt sich das fruchtbare teilweise zum Stadtgebiet gehörige Knoblauchsland aus. Südlich der Stadt findet man ein Mischgebiet aus breiten Autostraßen, Kanal und Flussaue.

Geschichte

Mittelalter

Fürth ist etwas älter als Nürnberg, wurde aber bald von Nürnberg in der Bedeutung überflügelt. Gesichert wird Fürth zuerst in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. vom 1. November 1007 genannt; eine frühere Erwähnung (907) ist umstritten.

In der Urkunde von 1007 schenkt Heinrich sein Eigentum "locum Furti dictum" im Nordgau dem Domkapitel Bamberg. Dabei wird ein Gemeinwesen beschrieben, das schon etabliert ist. Kirchen, Mühlen, Brücken, zugehörige Dörfer und Weiler sind bereits vorhanden. Viele Indizien - zum Beispiel die Widmung der ersten Kirche, der Kapelle im Wiesengrund der Rednitz - deuten darauf hin, dass Fürth etwa Mitte des 8. Jahrhunderts entstanden ist. Insofern ist es historisch legitim, Fürth im Jahr 2000 als einen 1250 Jahre alten Ort zu bezeichnen.

1062 verleiht König Heinrich IV. Fürth erneut das Marktrecht, das sein Vater (König Heinrich III.) zwischen 1039 und 1056 in das um diese Zeit entstandene Nürnberg verlegt hatte.

1314: Burggraf Konrad II. (der Fromme) von Nürnberg gibt unter Erneuerung der Stiftungsbriefe von 1303 und 1307 die Vogtei über Fürth an das Bistum Bamberg zurück. Da die Burggrafen von Nürnberg ihre landeshoheitlichen Ansprüche auf Fürth aufrechterhielten, standen sich als Rivalen somit zunächst der Bischof von Bamberg und die Burggrafen von Nürnberg (ab 1415 Markgrafen von Brandenburg-Ansbach) gegenüber. Hinzu kam dann aber auch noch die freie Reichsstadt Nürnberg. Diese so genannte "Dreiherrschaft" führte vom 15. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu Streitigkeiten um die territorialen Rechtsgrundlagen, insbesondere natürlich um die hohe Gerichtsbarkeit und die Landeshoheit.

Ab 1440 siedeln sich Juden in Fürth an, errichten um 1607 einen eigenen Friedhof und 1617/18 eine Synagoge (auch eine Talmudschule bestand hier vom Ende des 17. Jahrhundert bis 1824).

Neuzeit

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Fürth 1634 bis auf wenige Häuser niedergebrannt.

Um 1685 wandern viele Emigranten aus Frankreich und den Niederlanden ein. Dadurch entstehen neue Gewerbezweige wie Tabakfabrikation, Strumpfwirkerei, Seiden- und Bortenweberei, Seidenfärberei und Kleinuhrmacherei; nach 1700 werden die ersten bambergischen und ansbachischen Handwerksordnungen erlassen. Trotzdem besteht noch eine gewisse "Gewerbefreiheit". Als vorherrschend bilden sich heraus: das Gold-/ Metallschläger-, Spiegelmacher-, Glas-, Brillenmacher- sowie das Schreiner- und Drechslerhandwerk.

Die Markgrafen von Ansbach, die Dompropstei in Bamberg und die Reichsstadt Nürnberg übten bis 1792 die Herrschaft aus, wobei es oft Streitigkeiten gab.

Durch die Abdankung des letzten Markgrafen von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, Christian Friedrich Carl Alexander, wird Fürth 1792 preußisch. Damit endet auch die bisherige "Dreiherrschaft". Die Industrie des bisherigen Marktfleckens wird stark gefördert. 1808 ging Fürth an Bayern und wurde Stadt, zunächst 1808 als Stadt II. Klasse und von Staatsbeamten verwaltet, ab 1818 Stadt I. Klasse mit eigener Verwaltung und Polizeigewalt. Die Stadt untersteht weiterhin direkt der Kreisverwaltung. Später bezeichnet man solche Städte als "kreisfreie Stadt".

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Fürth zu einer Industriestadt. 1835 fuhr die erste Eisenbahn Deutschlands auf der Ludwigsbahn zwischen Nürnberg und Fürth.

1862 wurde Fürth Sitz eines Bezirksamtes, aus dem später der Landkreis Fürth hervorging, der auch die jüngste Kreisreform 1972 nahezu unverändert überstand. Die Stadt selbst blieb stets eine kreisfreie Stadt.

Im zweiten Weltkrieg wurde Fürth von alliierten Bombenangriffen weitgehend verschont.

Gegenwart

Seit dem 7. Dezember 1985 ist die U-Bahn nach Nürnberg in Betrieb; am 5. Dezember 1998 wurde die Verlängerung vom Bahnhof über das Rathaus bis zur Stadthalle freigegeben (die Fertigstellung der Verlängerung bis zum Klinikum Fürth ist für 2004 geplant).

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die amerikanischen Kassernen aufgegeben: "Monti-Barracks" in Atzenhof (US-Militärstützpunkt 1945-1992); Johnson-Barraks an der Schwabacher Straße. Auch das Kassernengelände zwischen Flößau-, Steuben- und Fromüllerstraße mit z.T. denkmalgeschützten Gebäuden wird seit einiger Zeit (Stand 2004) in ein vielfältig genutztes Gelände umgewandelt (Wohnquatiere, Parkbereich, Mittelstandsgewerbe).

Die Einwohnerzahl Fürths überschritt 1950 erstmals die Grenze von 100.000 Einwohnern und machte Fürth zur Großstadt. Danach sank die Einwohnerzahl mehrmals wieder ab, doch liegt sie seit Jahren nun weit über 100.000. Gegenwärtig (2003) hat Fürth ca. 112.000 Einwohner und ist damit nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie nach München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt die siebtgrößte Stadt Bayerns.

Fürth war bis Februar 2003 auch Sitz des gleichnamigen Landkreises, dessen Sitz sich seither in der südlichen Nachbarstadt Zirndorf befindet.

Religionen

Die Bevölkerung Fürths gehörte anfangs zum Bistum Würzburg, ab 1007 zum Bistum Bamberg. 1524 wurde zusammen mit der Stadt Nürnberg die Reformation eingeführt, so dass Fürth über viele Jahre eine protestantische Stadt blieb.

Die lutherischen Geistlichen der Stadt wurden von St. Lorenz in Nürnberg präsentiert. Da neben der Reichsstadt Nürnberg u.a. auch die Dompropstei Bamberg die Stadtherrschaft ausübte, gab es jedoch stets auch Katholiken - wenn auch zahlenmäßig nur sehr wenige - in der Stadt. So wurden z.B. der dompropsteiliche Amtmann und seine Bediensteten vom Deutschordenshaus Nürnberg her betreut.

Nach 1792 wurden die protestantischen Gemeinden Fürths dem königlich-preußischen Konsistorium in Ansbach unterstellt und nach dem Übergang der Stadt an Bayern wurden sie Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Kirchengemeinden gehörten dann zum Dekanat Zirndorf. 1885 wurde Fürth Sitz eines eigenen Dekanats, das heute zum Kirchenkreis Nürnberg gehört.

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1829 konnte die erste katholische Kirche der Stadt seit der Reformation geweiht werden, die Kirche "Zu Unserer Lieben Frau". Später entstanden weitere Pfarrgemeinden, die zunächst zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg gehörten. 1961 wurde Fürth Sitz eines eigenen katholischen Dekanats innerhalb des Erzbistums.

Das Verhältnis der Protestanten zu den Katholiken betrug im 20. Jahrhundert etwa 2/3 zu 1/3.

Erste jüdische Einwohner gab es in Fürth ab 1440. Im 17. Jahrhundert gab es eine Gemeinde-Talmudschule, die ein hohes Ansehen genoss. 1617 wurde eine Synagoge errichtet und 1653 sogar ein eigenes Krankenhaus. Es war das erste jüdische Krankenhaus Deutschlands. 1670 wurden viele Juden aus Wien aufgenommen, so dass es 1716 etwa 400 jüdische Familien in der Stadt gab. 1807 betrug der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung 19 %. 1830 wurde die Talmudschule geschlossen. 1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule. Die höchste Zahl jüdischer Mitbürger wurde 1880 mit ca. 3.300 erreicht. Im Jahre 1938 wurde die Synagoge in der sog. Reichskristallnacht zerstört und die jüdische Bevölkerung ab 1941 überwiegend deportiert.

Natur

Der Stadtökologische Lehrpfad wurde 1999 eingerichtet (3km, 10 Stationen) und 2003 um eine Route B (7km, 10 Stationen) erweitert. Ausgangspunkt beider Touren ist die U-Bahnstation »Stadthalle«. Im Verlauf des Lehrpfads werden einzelne Lebensräume in ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt (z.B. Kirchhof St. Michael, Städtischer Friedhof, Scherbsgraben); es wird auch auf die Ausweisung bestimmter Flächen als Landschaftsschutzgebiet und auf die Problematik umweltverändernder Maßnahmen wie Flussbegradigungen hingewiesen.

Die Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 1766 Stunden pro Jahr.

Quellen

Die Gustav-Adolph-Quelle liegt bei Weikershof, gleich an der Rednitz und wurde erst 2000 wiederbelebt und mit einem Pavillon ausgestattet. Bis in die 1980er wurde die Quelle mit ihrem 19 Grad warmen Wasser für ein Schwimmbad genutzt, nach dessen Abriss floss das Wassser, immerhin 160 Liter pro Minute, ungenutzt in den Fluss. Aufgrund des schwachen Schwefelgeruchs wird die Quelle auch Gaggerlasquelle genannt.

Flora

In dem regelmäßig durchforsteten Stadtwald kommen mehrere Baumarten, Sträucher, Farne und Moose sowie Blumen vor. An Bäumen überwiegen Kiefern, häufig sind auch Birken, Eschen und Fichten. Bei den Kleinsträuchern sind vor allen Dingen Heidelbeeren zu verzeichnen.

Fauna

Innerhalb der Stadt leben Tauben, Spatzen, Amseln und einige Meisen; Schwalben und Stare je nach Saison. Einige wenige Störche beziehen jährlich die Horste nahe der Pegnitz-Aue. Man kann entlang der Rednitz bzw. nach deren Zusammenfluss mit der Pegnitz zur Regnitz auch Graureiher und gelegentlich Kormorane beobachten.

Enten, Bleßhühner, Gänse (z.B. Kanadagänse) und Schwäne gibt es auf und an den Gewässern um die Stadt. Möwen sind manchmal auf den Becken der Kläranlage anzutreffen.

Im Stadtwald und anderen Randbezirken sind 6 Spechtarten nachgewiesen; Turmfalken, Elstern und Krähen gibt es auch.

Fledermäuse und Ratten kann man an der Pegnitz bzw. der Rednitz auch beobachten.

Politik

Wappen

Beschreibung: In Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün.

Bedeutung: Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist. Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die "Dreiherrschaft" während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt umgeben von einem grünen Eichenzweig zeigte.

Dieses Wappen wurde über 100 Jahre geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß und Grün vereinfacht.

Bürgermeister etc.

Die Stadt wurde bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem domprobsteilich-bambergischen Amtmann geleitet. Aus der Stadt wurden zwei Bürgermeister gewählt, bis 1697 vier, ab 1718 acht. Ihnen standen "Vorsteher" zur Seite.

Nach dem Übergang an Bayern wurde Fürth 1808 eine Stadt II. Klasse und direkt der Kreisverwaltung unterstellt. Später bezeichnete man solche Städte als "kreisfrei". Ab 1818 wurde Fürth eine Stadt I. Klasse und somit von einem 1. Bürgermeister geleitet, dem ein 2. Bürgermeister zur Seite stand. Seit 1. Januar 1908 trägt der 1. Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.

Seit 2002 ist Thomas Jung (SPD) Oberbürgermeister.

Wirtschaft

Die Spielwarenindustrie ist in Fürth ein Wirtschaftsfaktor; vom kleinen Handwerkbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen ist auf diesem Sektor alles vertreten. Die Arbeitslosigkeit betrug in Fürth Ende 2002 12,2 Prozent.

Eine große Bedeutung hatte in Fürth früher auch das Brauwesen gehabt. Die fünf großen Brauereien waren Humbser, Brauerei Geismann, Brauerei Grüner, Evora & Meyer und Berg Bräu. Um die vorige Jahrhundertwende agierte Fürth als Bierstadt sogar noch vor München. "Quelle", das größte Versandhaus Europas, hat in Fürth seinen Hauptsitz.

Energieversorgung

Bei der Energieversorgung setzt Fürth zunehmend auf Solarenergie. Seit Ende 2003 werden durch Photovoltaikanlagen über 1,3 Megawatt Leistung produziert, die über "infra" als örtlichen Energieversorer in das Netz eingespeist werden. Neben zahlreichen privaten Erzeugern produziert die Anlage in Atzenhof mit fast 1 Megawatt den Hauptanteil.

An der Regnitz, kurz nach dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, wurde 2003 (?) ein neues Pumpwerk errichtet, das die künstliche Beregnung des nordöstlich gelegenen Knoblauchslands sicherstellen soll.

Verkehr

Fürth besitzt einen IC-Bahnhof; Züge des Fernverkehrs Nürnberg-Würzburg und Nürnberg-Bamberg halten hier. Regelmäßige Regionalverbindungen gibt es nach Nürnberg, Neustadt a.d.Aisch-Würzburg-Frankfurt a.M, Erlangen-Forchheim-Bamberg-Lichtenfels und im halbstündigen Takt mit der Regionalbahn über Zirndorf nach Cadolzburg.

Die Fürther U-Bahn ist Teil des U-Bahn-Systems Nürnberg/Fürth.

Alle Stadtteile, auch die ländlichen Eingemeindungen, werden mit Buslinien erschlossen. Die Linien verkehren alle innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) zu einheitlichen Preisen. Die Straßenbahn nach Nürnberg ist seit dem 20. Juni 1981 eingestellt, von diesem Tag bis zur Fertigstellung der U-Bahn verbanden Busse die beiden Städte; die letzten Gleisreste an der Billinganlage wurden Anfang 2004 im Zuge der Neugestaltung der Anlage und dem Neubau der Flutbrücke entfernt.

Durch forcierten Radwegebau (z.B. Flößaustraße) seit ca. 2002 wird das Verkehrsgeschehen für alle Teilnehmer komplizierter und für die schwächeren unter diesen gefährlicher. Vielfach behindern sich nun alle Verkehrsteilnehmer gegenseitig und die Radfahrer müssen die Geschwindigkeit drosseln, um Fußgänger nicht zu gefährden und um sich selbst bei Straßenquerungen nicht in Gefahr zu bringen. Im Gegenzug wurde die Benutzungspflicht einiger Radwege (z.B. Südseite der Ludwigstraße) aufgehoben.

Für den ruhenden motorisierten Individualverkehr stehen Parkplätze und mehrere Parkhäuser zur Verfügung (2003 nicht ausgelastet, jedoch ist Baubeginn für ein neues 6,2 Mio. teures Parkhaus an der Mathildenstraße für Anfang 2004 geplant).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater und Komödie

Fürth hat ein sehr schönes Stadttheater (siehe auch Theater Fürth), in welchem laufend Ensembles aus ganz Deutschland auftreten, da Fürth keine eigene, fest angestellte Schauspieltruppe hat. Entworfen haben dieses Bauwerk im Jahr 1902 die damals begehrten Theaterarchitekten Fellner und Helmer. Die Wiener Architekten orientierten sich dabei an der italienischen Renaissance-Baukunst und des Barock.

In der Comödie Fürth treten nicht nur die fränkischen Kult-Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau auf, sondern auch Stars renommierter deutscher Boulevardtheater. Die Aufführungen finden im alten Berolzheimerianum, einem im Jahr 1906 erbauten Jugendstilbau statt. Die Comödie bietet neben verschiedener Shows und Veranstaltungen auch ein elegantes Restaurant, eine Bar mit der wohl längsten Theke in Nordbayern, ein lichtdurchflutetes Bistro und einen romantischen Sommergarten, in dem man Sonntags brunchen kann.

Kneipen, Gaststätten Shopping etc.

Fürth besitzt eine Kneipenmeile, die sich im Altstadtviertel (Gustavstraße) befindet. Dort findet man viele kleine Kneipen, wie die allseits beliebte Kaffeebohne, aber auch gute Restaurants mit fränkischer Küche.

Bis ins Jahr 1982 war der 1895 errichtete Geismannsaal (Zugang Alexanderstraße) der bedeutendste und größte Saalbau in Fürth. In ihm kam auch der berühmte Poculator zur Ausschank.

Man findet in Fürth zwei Cocktail-Bars, das Sausalitos und das El Floriditas. Dann noch den Andalusischen Hund, wo man Tapas und Wein genießen kann und Restaurants mit kulinarischen Spezialitäten wie Japanisch, Thailändisch oder Mexikanisch.

Shoppen kann man sehr gut im Fürther City Center.

Stadtbild

In Fürth sind rund 2000 Baudenkmäler zu verzeichnen.

Das historische Stadtbild ist weitgehend erhalten, nur an wenigen Stellen durch moderne Zubauten gestört (z.B. die Hochhäuser am Bahnhof, Stadtsanierung südlich der Königsstraße 1978/79). Mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 18. Jahrhunderts prägen das Bild der Innenstadt. An der Hornschuhprommenade stehen die vielfältig gestalteten Wohnmietshäuser der Gründerzeit und des Jugendstils.

Das im italienischen Stil zwischen 1840 und 1850 erbaute Fürther Rathaus erinnert stark an den Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Museen

  • Das Jüdische Museum Franken in Fürth (Königstr. 89), einer der beiden Standorte des Jüdischen Museums Franken wurde 1999 eröffnet. Im Kernbestand geht das Haus bis ins 17. Jahrhundert zurück; es wurde bis ins späte 19. Jahrhundert von jüdischen Familien bewohnt. Stuckdecken, eine historische Laubhütte und ein Ritualbad im Keller haben sich erhalten. Dem als Begegnungsstätte konzipierten Haus sind auch eine Buchhandlung und eine Cafeteria angeschlossen.
  • Fürther Rundfunkmuseum (Kurgartenstr. 37):
  • Stadtmuseum (im Schloss in Burgfarrnbach)

Kirchen

Die evangelische Kirche St. Michael stammt im wesentlichen aus gotischer Zeit, wurde jedoch später mehrfach umgebaut; an den Langhaussaal mit einem unsymmetrisch einbezogenen mächtigen Westturm schließt sich im Osten ein gestrecker polygonal gebrochenen Chor an. Der stimmungsvolle Innenraum geht auf das 19. Jahrhundert zurück; als Besonderheit ist ein Sakramentshaus (um 1500/10) anzuführen.

Die katholische Kirche ist ein Bauwerk des Klassizismus; ebenso die evangelische Auferstehungskirche im heutigen Stadtpark, die als ehemalige Friedhofskirche nord-südlich ausrichtet ist. In der Südstadt befinden sich die neugotische Kirche St. Paul und die neubarocke Kirche St. Heinrich und Kunigunde.

Profane Baudenkmäler

Der restaurierte Liershof wurde 1621 (dat.) errichtet. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Quaderbau; die hohen Giebelwände und das zweistöckige Zwerchhaus bestehen aus Fachwerk.

Das Alte Rathaus, mit Turm (55 m) im italienischen Stil, wurde von Eduard Bürklein 1840-50 errichtet. Der Turm ist eine angepasste Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. - Das ältere ehemalige Rathaus liegt ca. 300m südwestlich der Michaelskirche unscheinbar unterhalb im Tal.

Das Empfangsgebäude des historischen Bahnhofs entwarf Eduard Rüber und es wurde 1863/1864 errichtet.

Den ehemaligen Schlachthof, jetzt Kulturforum, findet man unterhalb der Stadthalle, direkt an der Rednitz. An der Schwabacher Straße erstreckt sich eine Brauerei mit Gebäuden vom beginnenden 20. Jh.

Der Gauklerbrunnen (2004) von Harro Frey am Grünen Markt ist der jüngste Brunnen der Stadt; er setzt sich aus 3 eigenständigen Figurengruppen zusammen, von denen zwei durch Wasserelemente verbunden sind.

Entlang der Pegnitz erstreckt sich der der in die Auen übergehende Stadtpark. Neben Spazierwegen und Bänken bietet der Park u.a. Ententeiche, einen Kinderspielplatz, einen Minigolfplatz, einen Rosengarten, eine ca. 2001 angelegte Streuobstwiese und einige wenige Denkmäler sowie einen botanischen Schulgarten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mai: Hafenfest am Main-Donau-Kanal
  • Frühjahr: Grafflmarkt
  • Sommer: Beach-Volleyball-Tournier auf der Freiheit
  • Sommer: Fürth Festival in der ganzen Innenstadt
  • Sommer: Sommerfest auf der Hardhöhe
  • Herbst: Grafflmarkt
  • Oktober: "Michealiskirchweih", größtes und bedeutendstes Volksfest der Stadt, seit mehr als 800 Jahren
  • Dezember: Weihnachtsmarkt
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